Marathon in Belgien

Nicht nur in Deutschland gehen Mitglieder des MTBvD Racing an den Start. So bin ich gestern in den Ardennen unterwegs gewesen. Da es mein erstes Rennen dieses Jahr war und ich in Südafrika nicht ganz so viel wie gehofft zum Biken gekommen bin, habe ich mich nur auf die 45 km Runde gemacht. Denn meine Erfahrungen, was belgische Rennen angeht, zeigen dass dort die Strecken deutlich anspruchsvoller sind, als hier zu Lande. Das bezieht sich auf die konditionellen, wie die fahrtechnischen Anforderungen.

Auch dieses mal sollte sich dies bestättigen. Durch das Hoch Marko waren die Streckenverhältnisse sehr trocken, was dazu führte, dass man ständig durch die Staubwolken der Vorderleute fuhr. Das Rennen wurde nämlich in Blöcken gestartet und so hatte der erste Block 30 min Vorsprung auf den Block mit den Startern der 45 km Runde. Dadurch hatte ich leider auch die ganze Strecke massiven Verkehr und leider auch an einigen Engstellen Stau. Wobei da mein Puls dann auch mal unter 150 kam. Die Abfahrten auf teils ausgewaschenen Schotterwegen waren extrem schnell, so zeigte mein Tacho nachher eine spitzen Geschwindigkweit von 65 km/h. Es gab aber auch sehr steile und leicht verblockte Abfahrten, die etwas Gefühl an der Bremse erforderten. So war es auch nicht verwunderliche, das dort einige bergab schoben. Allerdings sehr fair, so dass man leicht an ihnen vorbei fahren konnte. Generell habe ich das Gefühl, werden die Rennen in Belgien nicht ganz so verbissen genommen, wie in Deutschland. Wobei sich auch in Belgien nichts geschenkt wird. Die letzten beiden Anstiege wurden dann für mich noch zur Qual. Nachdem man schon unzählige Uphills, mit teilweise weit über 20% Steigung in den Knochen hatte, waren meine Muskeln einfach nur noch leer gelutscht. Die Hitze tat mit Sicherheit noch einen weiteren Beitrag dazu bei. So fuhr ich fast in Trance diese beiden Anstiege hinauf und hoffte hinter jeder Kurve auf das Ende der Schmerzen.

Nach 02:44:27 Stunden bin ich dann als 6. meiner Alterklasse und 23. in der Gesamtwertung total erschöpft und mit dem guten Gewissen alles gegeben zu haben ins Ziel gekommen. Von meiner Platzierung war ich dann auch mehr als freudrig überrascht. Ich freue mich schon auf mein nächstes Rennen in Belgien, denn sie machen einfach mehr Spaß!

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