MTB-Bundesliga: Bonnekessel im Schlamm top!
Wieder schnellster Masters-2-Fahrer
Beim „BiketheRock“-Festival in Heubach wollte Michael Bonnekessel (Poison-German-A-Team) wieder seine ganze Klasse zeigen. Doch beim Training am Vortag, riss ihm aufgrund der schlammigen Verhältnisse das Schaltwerk ab. Zum Glück konnte er beim Werksteam von Cannondale die dringend benötigten Ersatzteile für sein Schaltwerk bekommen. Materialschlacht in Heubach Pünktlich um 12 Uhr starteten die
Mastersfahrer der Klassen 1 und 2 auf die anspruchsvolle 4 km lange und mit 240 Höhenmetern brutale Strecke. Von der Rennleitung wurden 4 Runden angesetzt. Vom Start ging es dann 240 Höhenmeter am Stück auf dem gefürchteten „Pain-Trail“ (Weg der Schmerzen) mit bis zu 27 Prozent auf losem Untergrund zur höchsten Stelle des Kurses. Vorne setzten sich der Deutsche Meister der Masters 1 Max Friedrich (Team Gecko) und Thorsten Pott (Team Bergamont) ab und lieferten sich gleich in der ersten Runde einen erbitterten Zweikampf. Dahinter folgte Bonne mit drei weiteren Masters 1 Fahrern und kämpfte mit diesem um Rang 3. In der ersten Abfahrt fuhren die Mastersfahrer dann in das vorher gestartete Starterfeld der Damen und Juniorinnen auf und hier gab es Drängeleien und Stürze. Bonne war eingeklemmt und fiel auf Rang 6 zurück. Die Strecke war durch den starken Regen aufgeweicht und an den extremen Steilstücken nur unter größtem Risiko eher „rutschbar“ statt fahrbar. „Auf den nassen Steinen war das Lenken ja kaum möglich, die Schwerkraft bestimmte die Richtung. Lag einer im Weg, dann ging es drüber oder drunter und schon hätte das Rennen in der ersten Runde vorbei sein können. Daher bin ich die ersten drei Runden sehr vorsichtig gefahren, um jedes Risiko zu vermeiden, denn bergab geht es „nur“ um Sekunden. Die Rennen müssen berghoch gewonnen werden, weiss Bonnekessel aus Erfahrung.
Am Berg stark
In der dritten Runde konnte er sich im Pain-Trail wieder auf Rang 3 vorarbeiten und in der darauf folgenden Runde lag er dann plötzlich auf Rang 2. Was war passiert? Der Topfavorit und dreifache deutsche Meister der Masters 1 Max Friedrich hat Defekt am Vorderrad, wechselte dies und verlor anschließend seinen Rhythmus. Bonnekessel erkannte die Gunst der Stunde und attackierte im Pain-Trail, konnte vorbeiziehen und sich erfolgreich absetzen. „Als ich erkannt habe, dass Max aus dem Rhythmus war, habe mir gesagt, jetzt riskiere ich alles. Also erstmal die Steigung bis zum Schluss mit Volldampf hoch und dann in die Abfahrt und auch hier hatte ich nun den Mut schneller runter zu fahren, denn so eine Chance bietet sich nicht alle Tage“, so Michael Bonnekessel nach seinem sturzfreien Husarenritt. So wurde er zweiter hinter Thorsten Pott. In der Gesamtwertung liegt Bonnekessel mit nur 5 Punkten Rückstand auf Rang 2. Der dritte Lauf findet Mitte Juni in Albstadt statt. Nächste Woche startet Bonnekessel dann beim Rhenag-MTB-Cup in Betzdorf.
Text: Michael Bonnekessel
Bild: Petejupp

