Platz 39 für Roger Meihost beim WOMC Offenburg
Sichtlich unzufrieden ist Roger Meihost über seine Platzierung beim WOMC Offenbach.
In der Senioren 2 Wertung belegte er den 39. Platz mit einer Zeit von 3:19:27h
Der Reihe nach:
“Vorgeschichte:
Gestern stieg ich schon mit Kopfweh auf, nachdem ich mir dann Aspirin spendiert habe, gings so halbwegs, aber irgendwie wollte mein Körper keine Flüssigkeit aufnehemen. Am Nachmittag bin ich dann mit dem Rad los um Vorbelastung zu fahren. Das klappte auch ganz gut. 15 min. bevor ich dann zu Hause ankommen sollte, passierte das Malör. Irgendwie hang auf einmal mein Schaltwerk leblos an der Ketter herunter, angehalten und gleich auf den ersten Blick erkannte ich, dass das Schaltauge gebrochen war. Super, das Rad dann nach Hause geschoben. Was nu?? Schaltauge habe ich keins obwohl schon länger bestellt, einen kompletten Rahmen eines anderen Herstellers habe ich noch im Keller, Rad umbauen, nein… ich habe ja noch das Fully, das ich mir im Winter aufgebaut habe, aber das ist noch keinen Meter im Wald gefahren worden und trainiert habe ich darauf auch noch nicht. Setup ist noch nicht gemacht und zudem habe ich dort eine 2-fach Kurbel mit einem 29ger kleinen Kettenblatt montiert. Es muss eben irgendwie gehen, sagte ich mir, trotz der starken Steigungen.”
So ging es dann nach Offenbach zum Rennen, dessen Verlauf Roger wie folgt schildert:
“Wenig motiviert stand ich am Start im ersten Block. Trotz des mentalen Problems fühlte sich mein Körper doch gut an. Dieses mal wollte ich nicht gleich mit Vollgas starten, da mein Bike ja nicht die besten Übersetzungsverhältnisse hat und ich mir nicht gleich die ersten Körner ziehen wollte. Also ging ich es nicht so hart an, aber ein Blick auf den Pulsmesser zeigte mir, dass das zu langsam ist. Auch die größere Anstrengung bewegte meinen Puls nicht richtig in Höhe. War das mein gestriger schlechter Tag, oder doch mein Kopf?? So merkte ich, dass heute nicht viel laufen würde, trotzdem versuchte ich alles. Am Anfang kämpfte ich damit, dass ich mich an Rad gewöhne, dann kam die schwierigste Passage der Strecke. Nasser lehmiger Boden wirkte wie Klebstoff und ließ uns nicht rollen. Ich dachte immer nur, nicht so hart fahren, Du hast nicht so viele Gänge!! Die Strecke besteht meist aus breiten Wegen mit ordentlichen Prozenten, auch die Abfahrten sind nicht so schwierig, eigentlich kommt mir das entgegen. In den Abfahrten hatte ich immer richtig Spass und überholte immer meine Kontrahenten. In den Auffahrten kamen diese mir immer näher, aber im letzten Drittel lief es dann besser und ich konnte die Gegner abschütteln und noch andere einfangen.
So 1,5 bis 2 kg an Mehrgewicht merkt man doch unheimlich, zudem ist Offenburg meiner Meinung nach absolut eine Hardtailstrecke. In den Anstiegen braucht man schon ein super steifes Heck. Überrascht bin ich aber doch, dass man trotzdem mit einem schlechteren Übersetzungsverhältnis durch dieses Rennen kommt.
Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit dem Ergebnis, aber so ist das eben. Mal ist man gut und wird durch Defekte gebremst. Dann hat man einen schlechten Tag und man fährt mit Ersatzmaterial und kommt ohne Defekte durch. Mein Puls war immer um 10-15 Schläge zu nieder, das muss besser werden.
Vielleicht klappt es ja das nächste mal mit einem akzeptablen Ergebnis. “


