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XtasY Wildwald-Vosswinkel Marathon: Platz 2 für Tobias Atzberger und Platz 12 für Matthias Heinemann

Nur eine Woche nach dem SKS Sauerland Marathon in Grafschaft stand am vergangenen Sonntag für das MTBvD A-Team gleich das nächste Langstreckenrenne im Kalender. Beim 5. Lauf der Nutrixxion Marathon Trophy dem XtasY Wildwald-Vosswinkel Marathon hieß es zwei Runden auf der 32 Kilometer langen Strecke zu bewältigen.

Aus Grafschaft hatte man gelernt und so waren diesmal nicht nur Wild Grip’R Reifen von Michelin montiert sondern auch Zweitpumpe und Miniaturzange gegen Widerstand leistende Tubelessventile im Gepäck. Gegen das Wetter half jedoch auch dies nicht.

Die Vorhersage versprach regen, und so kam es auch. Tobias ließ beim zu frühen Frühstück um 5:30 Uhr optimistisch die Jalousien hochfahren und drückte nach einem Blick nach draussen sofort wieder die “nach unten”-Taste. Schon jetzt regnete es am Niederrhein in Strömen. Doch pünktlich zur Ankunft in Arnsberg-Vosswinkel war es bedeckt aber trocken. Gut so, denn Regen im Wettkampf geht gerade noch, Regen vor dem Start geht gar nicht.

Nach wieder mal optimal verlaufenden Vorbereitungen, Aufwärmprogramm auf dem Rollentrainer und einer extra Portion StartOil auf den Beinen, ging es auf die Strecke. Mit 14 Grad hatten sich auch die Temperaturen dem Wetter angepasst. War es auch von oben her trocken, so glichen die Wege noch immer einem Sumpfgebiet. Kilometer um Kilometer sammelten die Räder mehr Schlamm. Aber selbst auf den letzten Metern schalteten die SRAM X.0 Schaltwerke und Umwerfer noch einwandfrei, das Material hielt durch.

Die Strecke war vor allem eines: unspektakulär. Auf zumeist geschotterteten Waldwegen ging es moderat bergauf oder verdammt schnell bergab. Tobias und Matthias bildeten durchgehend eine Gruppe und wechselten sich im Formationsflug ab. Nach rund 1:26 Stunden passierten beide das erste Mal Start/Ziel. Auf der zweiten Runde begann es dann zu regnen und die Schlammschlacht begann so richtig – beim dichten Hinterherfahren sammelte man nun literweise Dreck und Matsch. Auf den letzten Kilometern vor dem Zieldurchlauf hatten sich die Veranstalter wohl noch daran erinnert, dass es sich um einen Cross-Country-Marathon handelt: Es gab einen Trail. Also vielleicht war es mal ein Trail, in der zweiten Runde war es passagenweise eine einziges Matschfeld welches selbst in Laufen nur rutschend bewältigen konnte. Dort wurde Matthias dann auch noch Opfer eines fieses Schlammloches. In der ersten Runde an dieser Stelle noch mit den Schuhen in einer zu tiefen Pfütze gelandet, wollte er diese Passage in Runde zwei auf einer anderen Fahrspur nehmen. Leider übersah er dabei den kleinen Absatz, der das Vorderrad festhielt, so dass Matthias einen langsamen Salto in den Schlamm machte, dort aber elegant auf allen Vieren landete. Aber nichts schlimmes passiert und weiter. Mit den Handschuhen voller Schlamm war Schalten mit den Gripshiftern jetzt aber unmöglich. Aber auch dieses Problem wurde am nächsten, trockenen Baumstamm gelöst.

So standen im Ziel 2:59:15 Stunden für Matthias und 2:59:17 Stunden für Tobias auf der Uhr (dabei haben wir den Zeitnehmer doch gleichzeitig und parallel umgefahren). Matthias fuhr damit auf den 12. Platz in der Herrenklasse, in der insgesamt 19 Fahrer gewertet worden.

Tobias wurden bei den Junioren gewertet, belegte dort den 2. Platz und musste sich nur dem 18-Jährigen Lukas Bachmann vom ATV-Haltern geschlagen geben. Dritter wurde Nick Wichmann, der leider die Siegeehrung verpasste

Nach dem Rennen zeigte sich Tobias hocherfreut über das Resultat: “Heute lief es wirklich hervorragend. Obwohl wir beide dummerweise alle unsere Powerbar Powergels im Auto liegen gelassen hatten und im Rennen so nichts eigenenes zu Essen hatten, konnten wir richtig Gas geben. Die 64km und 1400 Höhenmeter kann man also auch mit ein paar halben Bananen von den Verpflegungsstellen überwinden! Weil ich nicht wusste, was die Beine zu dieser Aktion sagen, habe ich am Ende etwas die Pace rausgenommen aber ein paar Minuten hätten wir da sicher noch rausholen können, wenn wir etwas mehr ans Limit gegangen wären.”

Oranger Engel auch im Wettkampf
Zum Sieg in der Damen-Wertung der Mitteldistanz verhalf das MTBvD A-Team Julia Schwarz, die wenige Kilometer vor dem Ziel mit einem Platten am Streckenrand stand.
Auf die verzweifelte Frage “Ihr habt bestimmt auch keinen Schlauch dabei?” warf Tobias im Vorbeifahren nur ein Set aus Schlauch, CO2-Patronen und Reifenhebern aus der Trikottasche. Die Utensilien störten eh, waren sie doch nur dorthin gewandert, weil sie sich langsam aber sich von der Sattelstütze verabschiedet hatten.
Julia bedankte sich im Ziel, welches sie so noch mit sechs Minuten Vorsprung vor der Zweitplatzierten erreichen konnte, direkt mit einem neuen Ersatzschlauch.

Übrigens: Der XtasY Marathon war nun der erste Marathon bei dem wir mit dem Auto zum Duschen gefahren sind und uns dahin noch per Navi haben leiten lassen.


Tobias zeigt bei den Vorbereitungen, was uns über Hügel und Berge bringt: Sporternährung von Powerbar.


Auch beim Aufwärmen ist Powerbar immer dabei.


Powerbar Powergels. Sonst auch immer dabei, heute dummerweise leider im Kofferraum verblieben.


Es sollte “wet” werden – die Bikes waren jedenfalls darauf vorbereitet.


Podium der Junioren auf der Mittelstrecke. Lukas Bachmann vor Tobias Atzberger. Dritter wird Nick Wichmann, der aber die Siegerehrung verpasst.
Tobias Sachpreis, passend zum Wetter: Ein Schutzblech.


Tobias und Matthias nach dem Rennen. Das Foto hat übrigens Lukas Bachmann gemacht, der ebenfalls in der beschriebenen Schlammpfütze gelandet war.




Putzbedarf.


Lief trotzdem einwandfrei: Sram X.0 Schaltwerk.


Was von einem Marathon übrig bleibt: Erst ein Fall für den Gartenschlauch, dann für die Waschmaschine.

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