Toni mit Pech beim 3. Bad Harzburger MTB Marathon
Bad Harzburg. Der dritte Bad Harzburger Marathon sollte nicht ganz Toni Rudolphs Rennen werden, obwohl die Form und Leistung stimmte und Toni auf dem Weg aufs Podium war. Ein defekt im Rennen warf in allerdings zurück, kämpfend und laufend biss Toni weiter undhatte das Glück, dass ihm ein Fahrer der großen Runde sein Rad während des Rennens leihte, so dass Toni auf dem geliehenden Rad das Rennen beenden konnte. Am Ende landete Toni nach 51km und 1650hm und 2:26h Fahrtzeit auf Platz 9.
Auf dem 17km Rundkurs führte anfangs ein 6km langer Singletrail bergauf, auf der Höhe gab es einige flache Forstraßenpassagen, ehe es mit einer Singletrailabfahrt und kleiner Bachdurchfahrt zurück zum Start ging. Die Runde wurde drei Mal gefahren.
Nach dem Start konnte Toni sich in der Spitzengruppe von acht Fahrern festsetzen. Bereits nach dem es am ersten Anstieg konnten sich drei Fahrer absetzen und zwei mussten reißen lassen. In einer Gruppe mit Andre Kleindienst und Gerald Klocke ging es die gesamte erste Runde weiter. Ein Fahrer konnte wieder zu Tonis Gruppe aufschließen. Zu Beginn der zweiten Runde konnte sich Toni im Anstieg von der Gruppe absetzen. Dies gelang allerdings auch Andre Kleindienst kurze Zeit vorher. Sein Tempo konnte Toni nicht weiter mitgehen. So hatte Toni dann zu Beginn der dritten Runde auf Platz 5 liegend anderthalb Minuten Vorsprung auf Klocke und mindestens ebensoviel Rückstand auf Kleindienst, der später Zweiter wurde.
Eigentlich genug Polster um die dritte Runde sicher beenden zu können. Ein ca. 3cm dicker Ast war anderer Meinung und killte am ersten langen Uphill den Carbon-Käfig seines XTR-Schalterks, so dass Toni nur noch drei Gänge (vom Umwerfer) zur Verfügung hatte. Partiell schiebend oder mühsam fahrend ging es noch einen Teil des Uphills hoch, bis ein Fahrer der langen Distanz ihm sein Rad zum finishen lieh. Unglaublich dass es soviel Hilfsbereitschaft im Rennen geben kann! Der Fahrer schob Tonis Rad zurück zu Start/Ziel und beide Fahrer tauschten nach Tonis Zielankunft zurück, sodass er ebenfalls das Rennen beenden konnte. Zwei Fahrer musste Toni während der Zeit mit dem anderen Rad noch ziehen lassen, “die Beine waren vom Laufen dicht und die Sattelstütze hatten sie beim Wechsel zu niedrig eingestellt”, resümiert Toni ein wenig niedergeschlagen.
Angesichts des möglichen fünften Platzes bin ich alles andere als zufrieden, aber meine Leistung vor allem an den Anstiegen und Downhills hat gepasst und die Geste mit dem Radtausch fand ich echt Klasse.
Fotos: David Pankratz, Peter Bagschick

