Toni Rudolph im Harz erfolgreich
MTBvD Racing Fahrer Toni Rudolph berichtet von seinen letzten Renneinsätzen im deutschen Mittelgebirge. Beim Stevens MTB-Marathon in Altenau reichte es für ihn nur zu Platz 13. Enttäuscht, aber trotzdem weiter hoch motiviert, fand Toni schon eine Woche später zu alter Stärke zurück, was sein vierter Platz beim Trenga Marathon in Clausthal-Zellerfeld nachdrucksvoll beweist.
12. Harzer Mountainbike Event Stevens MTB-Marathon (22.05.2011)
Altersklasse: Platz 13/11 Gesamtklassement: Platz 14/214
Bei schwülem und warmen Wetter ging es vergangenen Sonntag zum MTB-Marathon nach Altenau. Ich entschied mich dafür, die mittlere Strecke in Angriff zu nehmen. Vorm Start lernte ich Teamkollege Arne kennen, mit dem ich mich dann auch zum Aufwärmen begab. Schon hier schlich sich ein leichtes Gefühl ein, dass dies nicht mein Tag werden könnte, die Beine fühlten sich nicht so locker wie sonst an. Nach dem Start, der zusammen mit den Langstreckenfahrern erfolgt, war noch alles in Ordnung ich konnte mich in der Spitzengruppe von rund 30 Fahrern einordnen und das Tempo gut mitgehen. Am ersten langen Anstieg zerfiel das Feld dann in mehrere kleinere Gruppen. Ich konnte mich in der Verfolgergruppe der Spitze einsortieren. Allerdings verlor ich am Anstieg den kontakt etwas, da ich meinen Rhytmus noch nicht gefunden hatte und nicht überziehen wollte. Auf einem langen, flachen Stück verlor ich dann den Kontakt und musste die Gruppe ziehen lassen. So langsam aber sicher registrierte ich, dass sich mein Gefühl vom Einfahren bestätigen sollte. Aber noch ging es einigermaßen. Während einer Abfahrt kam dann auch Arne von hinten und wir konnten zu zweit einige Zeit weiterfahren. Bei einer Zeitmessung, die bei mir recht lange dauerte, verlor ich dann auch zu ihm den Kontakt und konnte nicht mehr ranfahren. Die Beine wurden jetzt immer schwerer und das, obwohl ich noch in der ersten Runde war. Also nahm ernaut ich etwas Tempo raus und wurde von einer Gruppe über- und von einer zweiten eingeholt. Mit der zweiten Gruppe konnte ich bis zum Trail vor der Rundendurchfahrt recht gut mitgehen und erholte mich wieder etwas. In besagtem Trail musste ich dann afgrund eines kurzen Staus in der Gruppe ausklicken und absteigen. Dabei verzerrte ich mir die rechte Wade und die Gruppe war erneut weg. Ich hab kurz überlegt, aufzugeben, entschloss mich dann aber doch mich die zweite Runde durchzuquälen. Nach vorne und hinten hatte ich nun eine große Lücke. Daran änderte sich lange nichts mehr. Nachdem ich dann einen Trail den es zu schieben galt (und den ich aufgrund der gezerrten Wade nur hochhumpeln konnte), bezwungen hatte setzten dann zu allem Überfluss auch noch sich wiederholende Krämpfe ein. So ging es dann bis ins Ziel weiter.
Mit meiner Leistung bin ich absolut unzufrieden, mein Ziel waren eigentlich die Top Ten. Es auf die Strecke, die mir aufgrund der teilweise recht langen Flachpassagen und Wurzeltrails nicht liegt, oder das drückende Wetter zu schieben, wäre zu einfach. Auch die Zerrung und die Krämpfe sind keine Ausreden, denn schließlich war die Konkurrenz auch vorher schon besser. Ich hoffe ich kann den Fehler in der Wettkampfvorbereitung finden, um wenigstens in Clausthal nächste Woche wieder erholt angreifen zu können. Wenigstens konnte Arne mit seinem starken 5. Platz auf der Langstrecke die Fahnen für den MTBvD hoch halte…
14. Trenga DE Marathon in Clausthal-Zellerfeld (29.05.2011)
Altersklasse: Platz 4/61 Gesamtklassement: Platz 4/114 Fahrern
Nach dem Start ging es in angenehmen Tempo die ersten kleinen Anstiege und Trails in einem großen Fahrerpulk entlang. Leider hatte sich in einer Forststraßenabfahrt der Hund einer Zuschauerin losgerissen, wodurch die vorne Fahrenden ein gutes Stück enteilen konnten. Zudem forcierte die Spitze am ersten längeren Anstieg das Tempo. So startete ich mit Arne, der die Langstrecke in Angriff nahm eine Aufholjagd, die uns jeweils ungefähr auf Platz 6 vorspülte. Nachdem zwei Fahrer vor mir ein Defekt ereilte, lag ich dann auch auf Platz 4. Im Laufe dessen konnte Danny Götze vom Nordharzer Racing Team (ebenfalls auf dem langen Kanten unterwegs) zu uns aufschließen. Zu dritt ging es dann die gesamte erste Runde weiter. An den Anstiegen konnte ich immer etwas Boden gut machen, den die beiden in den Flachpassagen oder Abfahrten wieder gut machten. Alles in allem fuhren wir aber auf einem Niveau, was in sofern für mich vorteilhaft war, da ich von den beiden keine Attacken gegen Rennende zu erwarten hatte, zumal die drei Erstplatzierten bereits reichlich Abstand zu mir hatten. Zu Beginn der zweiten Runde dann das gleiche Spiel mit den beiden wie auf der ersten Runde. Nachdem circa dreiviertel meiner letzten Runde absolviert waren, sah ich dann vor mir einen Fahrer vom Bad Salzdetfurth Racing-Team und ich hoffte mit ihm den Drittplatzierten meiner Distanz einholen zu können. So forcierte ich das Tempo noch einmal so gut es ging, löste mich von Arne und Danny und holte ihn schließlich ein. Allerdings kam dann die Entäuschung: Er war auf der langen Distanz unterwegs. Somit fuhr ich dann ohne Druck, aber doch mittlerweile mit leeren Beinen an ihm vorbei und auf Platz 4 und ins Ziel.
Mit dem Ergebnis bin ich vor allem nach meiner schlechten Leistung im Rennen letzte Woche absolut zufrieden, auch wenn man realistisch sagen muss, dass ich wohl ohne die Defekte der beiden vor mir liegenden wohl nur auf Platz 6 gelandet wäre. Mein hochgestecktes Ziel der Top 5 habe ich erreicht, Tempo und Kondition waren super, der Rennverlauf war optimal. Zwar ist es ärgerlich mit Platz 4 knapp am Podest vorbei zu sein, aber die ersten drei waren heute einfach eine Klasse besser und auf dem ”erweiterten” Podest war ich ja trotzdem.
Fotos: Juliane Reich





