Nils Ader erfolgreich beim ersten Lauf der Bocholter Winterrennserie

12. Januar 2012 5 Kommentare

bocholt2012-1-4_1000px Nils Ader stand am vergangenen Sonntag beim ersten Lauf der Winterrennserie in Bocholt am Start. Im 21 Starter großen Fahrerfeld der U15 konnte er nach fünf Runden den 2. Platz belegen und hat damit die erste Podestplatzierung des Jahres für das Team MTBvD/POISON-BIKES eingefahren.

Und jährlich grüßt das Murmeltier. Normalerweise treffen sich die Mountainbike-Racer jedes Jahr im Januar in einem kleinen verschneiten Ort Namens Bocholt, um den Winterserien-Meister in den jeweiligen Altersklassen an drei aufeinanderfolgenden Sonntagen zu ermitteln bzw. im fairen aber harten Wettkampf auszufahren. Doch dieses Jahr war etwas anders – der “Schnee” fehlte. Normalerweise ist das, was in Bocholt aus dem Himmel fällt, im Aggregatzustand fest, aber dieses Jahr befand es sich schon seit mehreren Tagen in eher flüssiger Form, so dass alle Mountainbiker mit tiefem Geläuf zu kämpfen hatten.
Zum Testen der eigenen Form ist Bocholt einfach gut, die Rennlänge und Streckentopographie ist für den Januar genau richtig. Es ist allerdings schon manchmal erstaunlich, mit was für einer Topform manche ihre Rennen meistern. Es läßt fast vermuten, die Winterserie in Bocholt mutiere zum Saisonhöhepunkt.

bocholt2012-1-1_1000px Die Saison beginnt in Bocholt und für mich das zweite Jahr in der U15. Nun könnte man denken: “Ein Jahr als Hecht im Karpfenteich”. Allerdings ist man nur einmal im Leben als Radsportler in einer Altersklasse, wo das kalenderische und biologische Alter so gravierende Unterschiede in der Leistungsfähigkeit des Sportlers ausmachen wie in der U15. Oder einfach gesagt: Mit Testosteron fährt es sich besser.

Dieses Jahr fand ich mich in Bocholt in einem erstaunlich großem U15er Fahrerfeld wieder. Insgesamt 21 Starter, da kann der Veranstalter sich auf die Schulter klopfen, da stehen in Cup-Serien mancher Bundesländer weniger Fahrer am Start. Aber nun zum eigentlichen Rennen. Es gab keine Taktik bzw. doch, eine hatte ich mit meinem Vater abgesprochen und die hieß “Vollgas”. Vom Start weg gab es nur Lukas Dahms von Tornado Rees, der das Tempo mitgehen konnte. Wir haben das Feld komplett auseinandergerissen.

Fünf Runden standen auf der Anzeige aber ich merkte leider schnell, dass mein Tempo zu hoch war. Lukas konnte allerdings das Tempo halten und so musste ich ihn ziehen lassen. Obwohl ich jetzt mein Tempo fahren konnte, fühlte ich mich wie ausgespuckt, die Beine brannten und von einem runden Tritt war ich Meilen entfernt, es war ein reiner Kampf mit mir selbst. Es galt einen sicheren zweiten Platz nach Hause zu fahren und mal zu schauen, was die Daten auf dem Garmin Edge Computer sagen. Und siehe da, die Renntaktik “Vollgas” wurde pefekt umgesetzt.  Wenn man bedenkt, dass der maximal Puls gemäß Leistungstest von November bei 193bpm liegt, war das Rennen zu 95% im SB Bereich.

(Als SB wird der Spitzenbereich bezeichnet, der höchste Trainingsbereich im Ausdauersport.)

Team MTBvD Racing 2011 – ein Rückblick auf Erfolge und Bestleistungen

10. Januar 2012 Keine Kommentare

Das neue Jahr ist gerade mal ein paar Tage alt.  Da wird es erlaubt sein, nochmal auf die Saison 2011 zurückzuschauen, die für das ganze Team MTBvD Racing ein voller Erfolg war. Ein Blick in unsere Ergebnisdatenbank beweißt es: 169 Mal gingen die Fahrer des Teams MTBvD Racing an den Start. Bei mehr als der Hälfte der Rennen, nämlich 93 Mal, gelang danach eine Fahrt in die Top 10 der Ergebnisliste. Ganze 32 Mal standen unsere Fahrer auf dem Siegerpodest, 9 Mal davon sogar ganz oben auf dem ersten Platz.

Herausragend sind dabei die Kilometerzahlen von einigen MTBvD Racing Fahrern. Alleine in Marathons haben drei unserer Fahrer über die Saison Strecken zurückgelegt, die wahrscheinlich so manchem Mountainbiker respekt abzollen. Vincent Kirste hat 833km in Marathons und Rennen zurückgelegt, mit 839 Rennkilometern liegt Martin Vettermann nahezu gleichauf. Mit Abstand  die meisten Kilometern auf der Langstrecke hat jedoch Ulrich Lägeler zurückgelegt – genau 1165 Kilometer saß er in der vergangenen Saison bei Marathons im Sattel.

Wenn diese Zahlen an sich schon beeindruckend sind, so können sie doch nicht wiedergeben, wie viel Einsatz, Schmerz und Durchhaltewillen jedes einzelnen Fahrers hinter einer Platzierung steht.

Alleine fünf Fahrer waren beim Black Forest Ultra Bike im Schwarzwald am Start. Ulrich wurde leider von einem Defekt schon nach 30km zur Aufgabe gezwungen, alle anderen Fahrer – namentlich Jeele, Ramin, Vincent und Achim – aber hielten durch – trotz Regen, Schnee und Temperaturen von gerade mal 4°C auf dem Feldberggipfel.

Jeden einzelnen Erfolg haben wir in unser Ergebnisdatenbank dokumentiert. Ein Klick auf “Ergebnis” in der Spalte “Details” der Ergebnistabelle liefert für alle der eingetragenene Rennen die rein statistischen Details und – viel bedeutender – die Eindrücke des Fahrers.

Tuning mit Titan mal anders

8. Januar 2012 Keine Kommentare

Toni Rudolph Titan Schlüsselbein Während mancher Mountainbiker in den freien Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr seine Zeit mit langen Grundlageneinheiten beim derzeitig milden Winterwetter verbrachte, schraubte  MTBvD / POISON-BIKES Fahrer Toni Rudolph ausnahmsweise mal nicht selbst sondern ließ andere an sich schrauben.

Nachdem er sich nach einem Sturz im Juni 2010 das Schlüsselbein gebrochen hatte, wurde dieses mit sieben Schrauben und einer Platte wieder zusammengeflickt. Ende Dezember war es nach guter Heilung an der Zeit, das Altmetall wieder aus dem Körper zu entfernen. Zum Vorschein kam ein seidenmatt-blaues Titanstück, fast schon zu schön, um es versteckt zu tragen. Die dazugehörigen Schrauben entsprechen leider keiner Norm und lassen sich noch am besten als Stiftschrauben mit ein paar zusätzlichen Gewindegängen zur Befestigung an der Platte beschreiben.

Toni enttäuscht: „So viel Geld für Titan und dann kann man es noch nicht mal am Bike zweitverwerten weil das Schraubengewinde nicht passt“. Wäre sowieso nicht ganz stilecht gewesen. Drei verschiedenen Farben in einer Reihe (braun, titan-natur, blau) passen so gar nicht zu Tonis rein schwarz-rot-weißem Graphene TeamBike.

Rückblick: MTBvD Racing Fahrer Uli Lägeler beim Sella Ronda Hero 2011

5. Januar 2012 Keine Kommentare

Unzählige Male standen die Fahrer des Teams MTBvD Racing im letzten Jahren an den Startlinien von Marathons und CrossCountry-Rennen. 169 Rennstarts und ebenso viele eingetragene Rennberichte listet unsere Ergebnisdatenbank für das letzte Jahr auf. Einige Fahrer haben nur einige Zeilen zu ihrem Rennen notiert, andere ihre Erlebnisse ausführlich geschildert. Stellvertretend für die vielen erstklassigen Berichte möchten wir hier die Erlebnisse von Uli Laegeler beim Sella Ronda Hero wiedergeben. Während draußen ein Wintersturm tobt sind dies doch genau die richtigen Eindrücke zur Einstimmung auf die kommende Saison.


Sehr kurzfristig habe ich mich entschieden am Sella Ronda Hero 2011 teilzunehmen. Für einen Marathon der sich selber als “EUROPE’S HARDEST MOUNTAIN BIKE RACE IN THE HEART OF THE AMAZING DOLOMITES” (Europas härtestes Mountainbike Rennen im Herzen der staunenswerten Dolomiten) bezeichnet ein ehrgeiziges Ziel. Aber ich war ja schon gut auf den Ultra Bike in Kirchzarten vorbereitet den ich ja leider wegen Defekt nicht beenden konnte. Also machte ich mich am Freitag auf den Weg nach Wolkenstein. Schon bei der Anreise war ich wieder einmal beeindruckt von der Schönheit der Dolomiten. Auch die Alpen sind was besonderes aber die Felstürme der Dolomiten finde ich einfach beeindruckend.

Auf 5 Kilometern geht es 800 Höhenmeter bergauf
Ich bezog kurz mein Zimmer in der Pension und machte mich Startklar für die Eingewöhnungstour. Ich schaute mir den Anfang des Aufstiegs auf den Dantercepies an, der unmittelbar nach dem Start losgeht. Es sind direkt auf den ersten 5km rund 800 Höhenmeter zu absolvieren. Die Auffahrt erfolgt auf einer typischen Skipisten Schotterstraße mit tiefem Schotter und steilen Rampen. Ich war schwer beeindruckt. Dan fuhr ich noch die letzten 3-4 Km vor dem Ziel ab, für den Fall dass ich noch um den Sieg kämpfen muss :-) Die waren schon entspannter, ein schöner, flowiger Wanderweg zurück nach Wolkenstein. Nach der üblichen Henkersmahlzeit ging ich früh zu Bett um am Samstag fit zu sein. In der Pension bekam ich extra früher Frühstück. Es war bitterkalt am Morgen, gerade mal 4 Grad. Da ist natürlich die Frage “Was zieht man an?”. Aber schon beim Warmfahren merkte ich, dass es wohl schnell wärmer werden würde und so fuhr ich kurz/kurz mit Armlingen. Die Startaufstellung war etwas kurios. Die 80er und 50er Strecke starten ja gemeinsam und die Blöcke waren abwechselnd und da ja fast jeder in Italien eine Lizenz hat, steht man dann halt ziemlich weit hinten. War aber egal denn wenn es direkt nach dem Start 800Hm rauf geht, entzerrt sich alles. Ich hatte mir vorgenommen, moderat zu beginnen aber wie das halt im Rennen so ist, da wird man dann doch ein wenig mitgerissen. So hab ich auch meine Pulsgrenze etwas überschritten.

Die Schotterstraße war bis auf 2 Rampen ziemlich weit oben noch einigermaßen gut zu fahren. Dann ging’s auf Schotter runter zum Grödner Joch und in einen Singletrail und dann war Stau. Eine kurze technische Passage brachte alles zum Erliegen. Ich würd mal sagen 10 Minuten ging es bis wir da durch waren. Weiter auf Singletrails auf denen man immer wieder warten musste fuhren wir ab bis Corvara. Es folgte der 600Hm Aufstieg nach Pralongia. Die Ausblicke von dort oben sind schlichtweg traumhaft. Nach einem kurzen Schotterstück gesellten sich kurz vor dem Singletrail wieder die 50er zu uns was natürlich wieder für Verstopfung sorgte. Sehr ärgerlich den dieser Trail war genial. Über den Passo Campolongo erreichten wir schließlich Arabba. Es ging ein Stück die Straße runter und am anderen Berghang durch den Wald wieder hoch durch ein malerisches Dörfchen hindurch.

10km Singletrail vom Feinsten
Was aber jetzt folgte war einfach nur brutal. Fast 800 Hm durch den Wald hoch, extrem steil, ich würd mal sagen ne halbe Stunde davon schieben. Ich sag nur “Sourasass, wir ich das hass”. Der höchste Punkt war an einer Skipiste die es auch kurz wieder runter ging. Anscheinend soll man von da oben aus auch die Marmolada sehen, ich hatte keine Augen dafür. Pünktlich zum Einstieg in den wieder traumhaften Singletrail stießen die beiden Strecken erneut zusammen. Ich finde eine Entzerrung der Startzeiten würde hier was bewirken. Den als Langstreckler überholt man dann mühsam und nach der nächsten Abkürzung der kurzen Strecke befindet man sich noch weiter hinten. Egal, weiter gings es noch kurz auf Asphalt auf den Passo Pordoi. Jetzt kam das Sahnehäupchen. Fast 10 Km Singletrail vom Feinsten und ich hatte auch freie Fahrt, genial.

In diesem Hochgefühl flog ich förmlich den Passo Duron hinauf. Naja, ich fühlte mich wenigstens die ersten paar Höhenmeter auf Asphalt so. Aber ich fand einen guten Rhythmus und konnte einige Konkurrenten auffahren. Der Duron hatte nur eine kurze Schiebepassage. Dann kurz runter und über die Seiser Alm, wieder traumhaft. Die Landschaft und die Haflinger am Wegesrand sowie das langsam näher kommende Ziel ließen einem das Herz aufgehen. Es folgte noch ein kurzer Anstieg und dann ging es in schneller Fahrt dem Ziel entgegen. Ich hatte noch richtig Körner übrig und konnte die restlichen Wellen gut durchdrücken. Den letzten Kilometer auf dem Wanderweg konnte man richtig runter cruisen. Ich war richtig high. Doch dann kam ich ins Ziel und dort war tote Hose, kein Sprecher nur richtig laute Discomucke die die Zuschauer auch nicht gerade animierte. Dazu noch die miserable Zielverpflegung mit Zuckerwasser und Äpfeln. das war etwas enttäuschend. Aber egal, das war nur kleiner Kritikpunkt an einem ansonsten überaus genialen Event. Den die Streckenverpflegung, die Streckensicherung und auch alles andere sind perfekt. Über die Landschaft habe ich genug gesagt. Ich würde sagen der Sella Ronda Hero ist trotzdem er erst 2 Jahre alt ist das Prädikat “We call it a Klassiker” wert.

Ankommen war die Maßgabe für den Sella Ronda Hero. Das habe ich sehr gut geschafft. Nach dem ersten Anstieg auf Dantercepies habe ich mit einer Endzeit um die 8 Stunden gerechnet. Aber ich konnte mich im Laufe des Rennens noch steigern und bin mit meinen 6:49 Stunden überaus zufrieden.

Uli beendete das Rennen nach 82 km, 4200 Höhenmeter in einer Fahrzeit von 6:49:9 Stunden auf dem 43. Rang von 234 Fahrern im Gesamtklassement.

Aus U13 wird U15: Baustelle zum Jahreswechsel

2. Januar 2012 Keine Kommentare

Aus alt mach neu, aus U13 wird U15. Die Räder stehen noch still, aber ohne Schrauberei ging auch der Jahreswechsel nicht vorbei. Schließlich musste beim jüngsten MTBvD-Mitglied Julian die Übersetzung an das U15-Reglement angepaßt werden. Eine gute Gelegenheit, die veraltete 9-fach Schaltung gegen aktuelle 10-fach-Technik zu tauschen. Auch die Kurbellänge bedurfte der Anpassung. Der Teamfahrer freut sich nach dem gelungenen Opiat-Update schon auf den Saisonstart Ende März.

Poison Opiat fertig

Danke für 2011 – Start frei für die Saison 2012

30. Dezember 2011 2 Kommentare

201112_leidenschaft-poster_statistik_1000px Das Jahr 2011 währt nur noch wenige Stunden. Wir möchten DANKE sagen für die Unterstützung und konstruktive Zusammenarbeit im vergangenen Jahr an alle unseren Sponsoren, Partner und Unterstützer. Ohne Euch wäre unserer Sport nicht denkbar. DANKE auch an alle regelmäßigen Leser. Zusammen haben wir die Saison 2011 zu einer der erfolgreichsten in der Geschichte des Teams MTBvD/POISON-BIKES und MTBvD Racing gemacht. Wir freuen uns auf die vor uns liegenden Herausforderungen der Saison 2012, die wir zusammen noch professioneller, ehrgeiziger und erfolgreicher gestalten wollen.